Behandlung

In einer ausführlichen Befundung ergeben sich bereits über das Anamnesegespräch wichtige Hinweise, die für die spätere Behandlung von Bedeutung sein können und die helfen, den Körper und seine Beschwerden in seiner Komplexität zu erfassen. Die Frage, die sich dem Therapeuten stellt lautet vereinfacht: „Warum reguliert dieser Körper so und so, was sind seine Bedingungen und (wie) kann in diesem Fall eine osteopathische Behandlung helfen, dass der Körper wieder zurück in sein regulatives Gleichgewicht findet, um letztlich besser mit den alltäglichen Belastungen fertig zu werden“.

Ein fundiertes Wissen um die Anatomie und Physiologie bilden in der Osteopathie die Grundvoraussetzung dafür, das Zusammenspiel der drei Systeme – parietal, visceral, kraniosakral (siehe „was ist Osteopathie“) – zu verstehen und osteopathische Ursachen-Folgeketten herauszufinden. Es wird der ganze Körper untersucht, um diagnostische Zonen zu erkennen und mit dem Beschwerdebild in Beziehung zu setzen. Die Hände dienen dabei dem Therapeuten als feinfühlige Instrumente und Messwerkzeuge, wobei der Körper mit sanften, individuell abgestimmten Techniken untersucht und behandelt wird. 

Eine osteopathische Sitzung dauert in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten.